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KuNaH2024-06-04T11:55:56+02:00

Das Projekt

Projekttitel: „Hochschulen in Gesellschaft – Realexperimente transformativer Lern- und Forschungsprozesse für eine Kultur der Nachhaltigkeit an Hochschulen (KuNaH)“

  • Starttermin: Oktober 2022
  • Endtermin: September 2025
  • Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) – Fördermaßnahme: „Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen.“
  • Verbund: Freie Universität Berlin (FU), Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), Leuphana Universität Lüneburg, Universität Tübingen.
  • Verbundkoordination: Universität Tübingen

In den vergangenen Jahren sind an Hochschulen in Deutschland vielfältige Initiativen und Ansätze zur Implementierung des Leitbilds Nachhaltiger Entwicklung entwickelt und erprobt worden. Zwar konnten auf diese Weise neues Wissen, Konzepte und Methoden für die Umsetzung an Hochschulen herausgearbeitet werden, jedoch fehlen immer noch integrative Ansätze, die die verschiedenen Hochschul-Handlungsfelder als Whole-Institution-Approach systematisch zusammendenken und eine umfassende „Kultur der Nachhaltigkeit“ an Hochschulen fördern.

Im Rahmen der Förderrichtlinie „Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen“ des BMBF startete im Oktober 2022 das Verbundprojekt KuNaH. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie eine Kultur der Nachhaltigkeit (KdN) an Hochschulen aussehen und im Sinne eines Whole Institution Approach gefördert und weiterentwickelt werden kann. Kultur der Nachhaltigkeit wird verstanden als eine gelebte Praxis der Nachhaltigkeit bezogen auf formelle und informelle Prozesse der Gestaltung von Grundannahmen, Zielen, Regelsystemen und systemischen Rahmenbedingungen.

Wie kann eine Kultur der Nachhaltigkeit an bzw. von Hochschulen als integrativer Aspekt einer Nachhaltigkeitstransformation konzeptualisiert, empirisch untersucht und durch Realexperimente stimuliert werden?

  • Welche Charakteristika und Spannungsfelder zeichnen eine Kultur der Nachhaltigkeit von Hochschulen aus?
  • Wie tragen Realexperimente zu einer Kultur der Nachhaltigkeit in kollaborativen Lernprozessen an Hochschulen bei?
  • Welche Ansatzpunkte befördern oder behindern die Transformationsprozesse für eine Kultur der Nachhaltigkeit in Bezug auf Forschung, Lehre und Transfer im Sinne eines Whole Institution Approach?

Kultur der Nachhaltigkeit (KdN) an Hochschulen soll als integrativer Aspekt einer Nachhaltigkeitstransformation konzeptionell gefasst, empirisch untersucht und beschrieben sowie durch Realexperimente stimuliert werden. Hierfür geht das Projekt in zwei Strängen vor. Auf konzeptionell-empirischer Ebene werden Charakteristika, Rahmenbedingungen, Konflikte, Dilemmata und Hebelpunkte einer KdN in Hochschulen identifiziert, um eine Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu bilden. Damit verbunden ist der zweite Strang, in welchem Ansätze und Konzepte einer KdN auf experimentell-transformative Weise erprobt und realisiert werden. Zu diesem Zweck werden Realexperimente konzipiert und umgesetzt, welche unter Einbindung verschiedener Akteursgruppen – insbesondere Studierender als change agents – durchgeführt werden.

Aktuelles

Verbundpartner*innen

Die fünf Partnerhochschulen des Verbundes zeichnen sich durch ihre jeweils spezifischen Strukturen und Voraussetzungen bezüglich der Implementierung von Nachhaltiger Entwicklung aus, welche die Grundlage für die Entwicklung möglicher Transformationspfade bilden.

Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)

In Tübingen stehen zunächst insbesondere explorative Analysen zur Beschreibung einer KdN im Fokus, welche sich hierfür mit der Identifizierung und Nutzung von Hebelpunkten, Anreizen, Konflikten und Synergieeffekten beschäftigt. Parallel dazu werden Realexperimente im Rahmen transformativer Lern- und Forschungsprozesse konzipiert und durchführt. In der Synthesephase werden die Erfahrungen und Ergebnisse des Verbunds schlussendlich zusammengetragen und über den gesamten Projektzeitraum die Koordination des Gesamtverbundes organisiert.

Projektteam +

Logo der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Die HNEE ist Pionierin in Bezug auf nachhaltige Hochschulentwicklung und zielt mit diesem Projekt auf eine Weiterentwicklung ihrer nachhaltigen Hochschulkultur. Im ersten Projektjahr entwickeln wir die Realexperimente mit verschiedenen Nachhaltigkeitsakteur*innen der HNEE im Co-Design. Im zweiten Projektjahr begleiten wir die Durchführung der Realexperimente (Co-Produktion) und werten sie anschließend gemeinsam mit den Beteiligten aus. Im dritten Projektjahr führen wir die Ergebnisse der Realexperimente mit den konzeptionellen Erkenntnissen hochschulübergreifend zusammen.

Projektteam +

Karlsruher Institut für Technologiekit

Das Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT) ist in die Durchführung von Stakeholder- und Umfeldanalyse eingebunden und kümmert sich um die kooperative Konzeption und Durchführung der Realexperimente in bestimmten Bereichen am KIT. Des Weiteren spielt das KAT eine Rolle bei der Begleitung der Realexperimente an den Partnerhochschulen. Hierzu wird ein übergreifendes Orientierungs- und Dokumentationsschema entwickelt sowie bei Bedarf individuelle Beratung bereitgestellt.

Projektteam +

Leuphana University Of Lüneburg Logo

Das Teilprojekt der Leuphana Universität unterstützt den Verbund durch die konzeptionelle und methodische Begleitung der Realexperimente sowie durch die Entwicklung einer im Sinne des Whole Institution Approach integrierten Berichterstattung zur Synthese der konzeptionell und empirisch gewonnenen Erkenntnisse aller Teilprojekte, durch eine angepasste Wirkungsmessung der umgesetzten Maßnahmen und identifizierten transformativen Pfade sowie durch die Dissemination zentraler Erkenntnisse des Projektes in bestehenden Netzwerken (z.B. der DG HochN)

Projektteam +

Logo der Freien Universität Berlin

Die FU Berlin knüpft im Projekt an eine Vielzahl an Aktivitäten zu Nachhaltigkeit insbesondere auf dem Campus an. Konkret ist das Projektteam der FU dafür zuständig, das Konzept einer Kultur der Nachhaltigkeit (KdN) konzeptionell-analytisch aufzubereiten und für empirische Erhebungen zu operationalisieren. Neben einer systematischen Literaturanalyse zu KdN im Kontext des Whole Institution Approaches umfasst dies u.a. die Entwicklung eines Erhebungsinstrumentes zur Erfassung von erlebter Nachhaltigkeit in der Kultur von Hochschulen. Parallel werden in Realexperimenten Transformationsprozesse an der FU selbst katalysiert.

Projektteam +

Assoziierte Partner*innen

© KeyOfBremen

Netzwerk Logo

Downloads

Präsentation des KdN Hubs vom 25.04.24 (in Anlehnung an DUZ Beitrag in der DUZ Wissenschaft & Management, 02/2024)

KuNaH Gastbeitrag in der DUZ Wissenschaft & Management, 02/2024

KuNaH – Poster vom 6. BMBF-Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“

Beitrag: GAiA – Transformationspfade für eine Kultur der Nachhaltigkeit an dt. Hochschulen

Cover der Communicationsheft Transformationspfade für eine Kultur der Nachhaltigkeit an deutschen Hochschulen

Kontakt

Verbundkoordination

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